Friedensreich Hundertwasser war ein vielseitiger Künstler, in dessen Lebens- und Schaffenszentrum nicht nur die Malerei stand. So gestaltete er auch Gegenstände des täglichen Lebens, die einen hohen Standard erfüllen mussten: "Man muss sich freuen können, dass man diese Dinge hat und sie lange bewundern und in Ehren halten, auch weil man darin immer neue Inhalte entdeckt.“ In diesem Sinne entwickelte Hundertwasser zu Lebzeiten Keramik-Objekte und eine Porzellan-Kollektion.
Schwarz, Gold und Silber: Hundertwassers Porzellan-Kollektion
Die Motive des Kaffee-Services beziehen sich auf Hundertwassers bildnerische Werke. Das tiefe Schwarz des Hintergrunds bildet den Kontrast für die leuchtenden Farben. Die Tassen sind alle von Hand gemalt. Echtes Gold und Silber setzen stimmungsvolle Glanzpunkte. Jede Tasse muss wegen der vielen Farbaufträge fünfmal in den Brennofen.
Kaffeekanne, Kuchenteller und Zuckerdose sind ebenfalls in edlem Schwarz gehalten und mit teils matten, teils glänzend schwarzen Elementen bestückt. In der Mitte befindet sich ein besonders typisches Einzelsujet Hundertwassers: eine Spirale mit Fenstern und Regentropfen, die das natürliche Zusammenspiel von Mensch, Himmel und Erde symbolisiert. Die Kuchenteller vollenden zusammen mit den farbenprächtigen Sammeltassen, der Zuckerdose und dem Milchkännchen harmonisch die „kunstvolle“ Kaffeetafel. Auch bei der Kaffeekanne mit Stövchen setzen Echtgold und Silberelemente stimmungsvolle Glanzpunkte.
Schwarzer Hintergrund und bunte Motive diesmal aus Hundertwassers architektonischem Werk - zeichnen auch die Espressotassen-Sammlereedition aus, die nach Hundertwassers Tod hergestellt wurde. Ein besonderes Sammlerstück ist der zu dieser Kollektion gehörende „Sedimentturm“, der den Turm der Wald-Spirale von Darmstadt zum Vorbild nimmt.
Individualität und Kombination: Hundertwassers „Säulenleuchter“
Ein charakteristisches Stilelement in Hundertwassers Architektur ist die Säule jede mit individuellem Charakter und eigener Identität. In diesem Sinne entstanden die „Säulenleuchter“. Sie bestehen aus drei Segmenten mit Höhen zwischen 5,6 und 10,6 Zentimetern, die frei untereinander kombinierbar sind oder als einzelne Leuchter genutzt werden können. Mal mit Kerzen, mal mit Teelichtern oder mal ganz „ohne“, d.h. als (Kunst)Objekte für sich. Die Formen- und Farbenvielfalt der „Säulenleuchter“ animieren dazu, das „Werk“ immer wieder neu zu kreieren. So wird der Sammler gewissermaßen selbst zum kreativ Schöpfenden.
Das „Schneckenobjekt“, das ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein wird, entspringt Hundertwassers Bestreben, mit seinem Schaffen eine Brücke zwischen Kunst und Natur zu errichten. Als Vorlage für das Schneckenobjekt diente die „Bergschnecke“ im Architektur-Modell des Thermendorfs Blumau. Die „Bergschnecke“, auch „Schneckenhaus“ genannt, wurde von Hundertwasser als Wahrzeichen des Dorfes entworfen.
Die Schneckenkanne kann einen Inhalt von 1,15 Litern fassen. Sie wird ergänzt von einem Stövchen, das ebenfalls nach Hundertwassers Vorlagen von Hand bemalt und mit Gold-, Silber- und Platinelementen versehen wird. Kanne und Stövchen gibt es in einer limitierten und einzeln von Hand nummerierten Weltauflage von 999 Exemplaren.
Ausstellungsort:
HOMMAGE Galerie & Museum
Friedensreich-Hundertwasser-Platz 2
29525 Uelzen
Telefon 0581-9487435